Kloster Benediktbeuern

Das Kloster Benediktbeuern zählt zu den ältesten Klöstern Oberbayerns. Seine Gründung geht auf das 8. Jahrhundert zurück.

Im Jahre 725 wurde das ehemalige Benediktinerkloster Benediktbeuern von Karl Martell unter dem Namen „Buron“ als Kontrollstation am Eingang in die Bergwelt gegründet.
739 weihte der hl. Bonifatius die Klosterkirche und führte den Alemannen Lantfrid als Abt in sein kirchliches Amt ein. Buron (Benediktbeuern) entwickelte sich zu einem christlichen Missionszentrum zwischen oberer Isar, oberem Lech, weiter entlang des Starnberger Sees bis nach Landsberg hinauf.
Durch die Vermittlung einer Arm-Reliquie des hl. Benedikts durch Karl den Großen wurde Buron in der folgenden Zeit zum wichtigsten Kultort für diesen Heiligen im ganzen deutschsprachigen Raum.
Nach der Zerstörung durch die Ungarn im Jahre 955 wurde das Kloster mit Unterstützung des hl. Ulrich von Augsburg wieder aufgebaut. 1031 erfolgte durch Kaiser Konrad II. die Neubesiedlung mit Benediktinernmönchen vom Tegernsee und die erneute Erhebung zum reichsunmittelbaren Kloster.
1490 zerstörte ein Großbrand die zentralen Klostergebäude. Nach dem 30-jährigen (1618-1648) Krieg kam es erneut zu einer kulturellen Hochblüte. Das Gymnasium mit musischem, mathematischem und botanischem Schwerpunkt wurde wieder eröffnet und eine Theologische Hochschule der Bayerischen Benediktinerkongregation errichtet.
Vom Jahre 1699 an entstand die barocke Klosteranlage. Bedeutende Künstler jener Zeit wie Kaspar Feichtmair, Stefan Kessler, Georg Asam, Johann Baptist Zimmermann, Johann Michael Fischer, Ignaz Günther, Johann Michael Feuchtmayer u.a. gaben dem Kloster seine heutige Gestalt. In den Jahren 1708-1718 wurde das Ökonomie-Gebäude - der Maierhof – errichtet. Es galt als eines der größten und modernsten landwirtschaftlichen Gebäude der Barockzeit und war als Zentrum der umfangreichen klösterlichen Landwirtschaft ein Modellbetrieb seiner Zeit.
Bis zur Säkularisation 1803 lebten im Kloster die Benediktinermönche. Im selben Jahr wurde die Carmina Buranain in der Klosterbibliothek entdeckt.
Zwischen 1809 und 1819 erzielte Joseph von Fraunhofer (1787-1826) im optischen Institut, das Joseph von Utzschneider im ehemaligen Kloster eingerichtet hatte, seine bahnbrechenden Erfolge, die ihn weltberühmt machten. Ab 1819 in Staatsbesitz, dienten die Gebäude u.a. als Kaserne, Militärfohlenhof, Invalidenheim, Gefängnis und Genesungsanstalt für Soldaten.
Seit 1930 leben im Kloster die Salesianer Don Boscos. Sie machten das alte Kloster zu einem modernen Studienzentrum mit Philosophischer - Theologischer Hochschule, mit einer Fachhochschule für Sozialwesen und mit mehreren Jugendbildungsstätten, besonders mit dem „Zentrum für Umwelt und Kultur“ (ZUK).

Veranstaltungen

17. bis 18. November 2016 // Feierliche Eröffnung des Fraunhofer-Zentrums Benediktbeuern & Kolloquium »Technologien für die Denkmalpflege«

»Gemeinsam haben wir viel geschafft«

10. bis 12. November 2016 // denkmal 2016 in Leipzig

Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung

11. September 2016 // Teilnahme am Tag des offenen Denkmals

Beim diesjährigen bundesweiten Aktionstag steht das Thema »Gemeinsam Denkmale erhalten« im Mittelpunkt.

12. November 2015 // Tagung „Die Temperierung – Ergebnisse des Forschungsprojekts“

Am 12. November 2015 findet in der Residenz München im Max-Joseph-Saal die öffentliche Abschlusstagung des Projekts statt.

16. bis 17. September 2015 // EFFESUS Projekttreffen in Istanbul

Das siebte EFFESUS Projekt Treffen fand von 16. bis 17.September 2015 in Istanbul statt.